"Die Frage, ob die Zeichner der Zeitung Jyllands-Posten mit ihrem teils lustigen, teils plumpen Karikaturen die Würde des Propheten Mohammed und der Muslime tatsächlich, wie viele behaupten, verletzt haben, ist nicht leicht zu beantworten. Auf arabisch-muslimischer Seite sind die Reaktionen maßlos ausgefallen. Sie stehen in keinem Verhältnis zu den Harmlosigkeiten der dänischen Karikaturisten. Wenn die arabischen Massen doch nur das starke Engagement aufbringen könnten bei der Verteidigung ihrer Grundrechte, die von ihren Regimen in nur allzu vielen Fällen mit Füßen getreten werden." --NZZ
Mehr als nur spontane Ausbrüche
"Gerade im Falle Syriens, wo die Ausschreitungen am Samstag mit Brandanschlägen auf die dänische und die norwegische Botschaft ihren Höhepunkt erreichten, liegt der Verdacht einer staatlichen Lenkung oder wenigstens Duldung nahe. ... Mässigende Stimmen finden sich allerdings auch in einigen arabischen Medien. Die unabhängige ägyptische Zeitung «Suteloma» etwa veröffentlichte einen beschwörenden Aufruf an die Leser, die Entschuldigung von «Jyllands-Posten» anzunehmen: «Was wollen wir mehr? Wollen wir, dass Dänemark zu einem muslimischen Land wird? Wollt ihr Dänemark erobern, oder wollt ihr, dass Terroristen unschuldige Menschen angreifen und töten?»" --NZZ
Und
OttoN - "NZZ am Sonntag" aus Zürich, dazu DieZeit: "Dem ist nichts hinzuzufügen."
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