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Vorher. Weiter im Text: Compuserve, MSN und andere Gehversuche in den 90ern mögen auf den ersten Blick in die Richtung dieser Zugang+Content-Provider gehen. Ähnlich die Walled Gardens der Mobilfunkbetreiber. Warum Sie scheiterten? Das Konzept beruhte darauf, dass sie glaubten, von vorneherein aus der Verschränkung von Zugang und Content einen Vorteil ziehen zu können. Sie verhielten sich wie Monopole, die keine waren, außer in ihrer eigenen Welt. Die Konsumenten konnten ausbrechen, weil es eine Alternative gab: ISPs beschränkten sich auf die Zurverfügungstellung des Zugangs zu nicht von ihnen bestimmten Content (=Internet), auch wenn sie das wie die Telekom u.a. zu Beginn eher nebenbei anboten und die User in Wahrheit genauso auf dem eigenen Portal halten wollten (wobei Portal=Tor also so gesehen von vorneherein Unsinn). Ich schweife ab.

Im Gegensatz zu den vorher Erwähnten entstand mediaprint umgekehrt, die jetzige Medienkonzentration ging aus einer vorher bestehenden (ansatzweisen) Vielfalt durch Akquisitionen hervor. D.h. schrittweise ging vom Zeitungskäufer unbemerkt die Bandbreite an Meinungen verloren, ein Trugbild von Vielfalt bleibt durch Marken erhalten. Der Zeitungsständer an der Kassa deiner Lieblings-Gourmet-Spar-Filiale gaukelt dir eine Auswahl vor, die du nicht hast. In Wahrheit hast du keine Wahl mehr. Das mediaprint-Zeitungsregal ist der fleischgewordene, monopolistische Content-Distributionskanal, ein After, das Pressemeldungen ausscheidet.



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