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Herr Pettauer möchte mehr gute Pornos, weniger schlechten Feminismus.
Ergänzend dazu meine Gedanken: Pornographie gehört mittlerweile im Kontext der Globalisierung quergesehen (die Feminismuskeule lässt sich in diesem Zusammenhang ja ohnehin auch nicht schlecht schwingen). D.h. PornoschauerInnen (-guckerInnen für unsere deutschen Leser) befinden sich als KonsumentInnen im gleichen Netz bzw. am Ende einer Kette aus Mechanismen rund um Ausbeutung und Gewinnmaximierung wie H&M-EinkäuferInnen, McDonalds- und Chiquita-Bannen-EsserInnen, Ikea-BastlerInnen und Adidas- oder Nike-SchuhträgerInnen. Die Pornoindustrie hängt sich den Hinweis auf das Erreichen der Volljährigkeit der DarstellerInnen um wie ein Gütesiegel - mit gleicher Aussagekraft über den Grad der Ausbeutung (und ähnliche Parameter) wie die heuchlicherischen Social-Entrepeneurship-Manifeste und Gütesiegel (z.B. Rainforest Alliance) der Konzerne.



Tags: porn globalisierung feminismus politics

Owner: Walter Last edited on March 26, 2008 14:02 by Walter / Views: 2602


Comments

Walter, du hast völlig recht, was Deine Analyse der Produktionsbedingungen angeht. Das ist aber eine ganz andere Stoßrichtung als Alice's, die pr0n grosse modo als menschenverachtend ob der Darstellung des Akts vor der Kamera abtut.

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