Die Flöttl-Geschichte erzählt viel über Österreich und seine roten Eliten – und deren Verständnis von Anstand und Moral, Politik und Geschäftstüchtigkeit. Drei Generationen einer Familie waren im zwanzigsten Jahrhundert von gänzlich unterschiedlichen Werten geprägt. Großvater Flöttl erlebte bittere Not, er kämpfte unter Einsatz seines Lebens um die Rechte der Arbeiter. Vater und Bawag-Chef Flöttl mehrte den Besitz der Gewerkschaft – doch das viele Geld, das er täglich sah, hatte ihn selbst zum geachteten, aber despotischen Bonzen gemacht. Sohn Wolfgang genoss die Verlockungen des globalisierten Turbokapitalismus. Für seinen Großvater wäre er wohl nur ein Klassenfeind gewesen.
Und umgekehrt.
Genosse Klenk in Hochform.
More awesome stuff:
Und