Gestern den ganzen Brunnenmarkt abgegangen und vier Supermärkte aufgesucht um letztendlich doch noch Brokkoli zu finden. Saisongemüse oder Lebensmittellogistikkollaps?
Es ist schon einige Jahre her, seit wir die Kontrolle über den Siebten Bezirk verloren haben. Unser Netzwerk war irgendwann so verzweigt, die Hierarchie so vielschichtig und undurchschaubar, dass wir nicht mehr wussten, auf welcher Seite wir eigentlich standen. Wir konnten nicht mehr abschätzen, ob wir es mit unseren eigenen Leuten zu tun hatten oder nicht. Es kam unter anderem so weit, dass ein unabsichtlicher, aber doch zwielichtiger Blick über die Bar des Café Europa zum vermeintlichen Chef mit dem grauen Lockenvokuhila und dem Leinenanzug reichte, dass dieser einem seiner Mitarbeiter zu verstehen gab, "dass die Herrschaften gern zahlen würden". Er konnte nicht wissen, dass er seine eigenen Leute zum Gehen zwang. Uns blieb nichts anderes übrig, als uns nichts anmerken zu lassen, weiter die Chefs zu spielen (die wir zweifelsohne waren) und uns trotzdem ruhig zu verhalten. Es konnte sein, dass wir uns über mehrere Ebenen selbst infiltrierten, dass wir in unsere eigenen Reihen Strohmänner einschleusten. Die Situation begann außer Kontrolle zu geraten. Zudem hatten wir keinerlei Kontrolle über die Irish Pubs der Stadt.
Schließlich blieb uns nichts anderes übrig, als unsere Zentrale aufzugeben, die uns und unseren engsten Lakaien als Ausgangspunkt für unsere Kontrollgänge diente. Wir verließen den Siebten, ließen ihn aber nicht aus den Augen. Wir mussten darauf vertrauen, dass die Delegation innerhalb unseres Kartells in den unteren Ebenen weiter funktionierte, auch wenn wir an oberster Stelle die Kontrolle verloren hatten.
Die Aufgabe unseres Hauptquartiers hatte nicht nur Nachteile. Wir verteilten uns, konnten neue Verbündete gewinnen und unseren Einflussbereich ausdehnen. Unter anderem ergab sich daraus das Projekt, in Ottakring einen konkordatfreien, säkularen Freistaat einzuführen. Doch ich rede bereits zu viel.
Bei meinem heutigen Kontrollgang am Brunnenmarkt legte ich im Mis eine Pause ein. Der doppelte Espresso ließ beinahe mein Hirn explodieren. Ich war dermaßen mit einem Schweißausbruch beschäftigt, dass mir die Polizeistreife, die in der Payergasse anhielt, entging. Ich fand erst wieder zu mir, als ich bemerkte, dass einer der Beamten direkt auf mich zusteuerte. Jemand musste mich verraten haben. Ich überlegte, wie ich einen Bestechungsversuch angehen könnte, als mich der Uniformierte erreichte - und plötzlich in der unscheinbaren Tür direkt neben mir im Friseurladen verschwand. Ich bekam mit, dass er auf der Suche nach einem Mitarbeiter war, der in eine Prügelei verwickelt war. Wie konnte das geschehen? Die Jungs müssen besser aufpassen, so weit dürfen sie gar nicht erst kommen.
Als der Polizist erfolglos abzieht, raunzt er zwei Kinder an, die am Yppenplatz mit einem Ball spielen. "Wenn ihr nicht brav seid, holen wir euch", bellt er und bleckt die Zähne. Es ist Zeit für die Revolution.
Später sehe ich noch, wie Ulrich Seidl mit einem seiner Kinder den Platz überquert. Er wirkt zufrieden.
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In gut einem Monat steht wieder ein Barcamp in Wien an, das diesmal in der Höhle des Löwen am 29. und 30. September stattfindet.
Was ein Barcamp ist? Gerne wird der Begriff unconference eingeworfen (angeblich französisch und heißt eine Konferenz). Wikipedia weiß wie immer mehr als ich.
Ein Blick in den Ideenpool: Interessant klingen die Hands-On-Sessions. Und: Dirk Olbertz kommt eventuell und stellt NoseRub vor (Tag: decentralized social networking ... ja das interessiert mich auch schon länger ). Übrigens: Olbertz steckt hinter blogger.de, dahinter wiederum ist Antville und Helma zu finden.
Und ich weine ob der Schönheit und Grausamkeit der Welt.
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Ich kann dieses Bild immer noch nicht fassen. Es ist jedenfalls kein Fake, auch wenn es ein wenig danach aussieht (womit ich meine, dass zumindest nicht ich das Bild "gefälscht" habe - über die Authentizität bzw. Realität von Medien und Bildern lässt sich freilich reden...). Ich habe nur (schnell) die Einzelbilder eines Kameraschwenks zusammengefügt (via iptv.orf.at).
Ohne zynisch zu werden (diese Fähigkeit habe ich im vergangenen halben Jahr weitgehend abgelegt): Das Bild strahlt jedenfalls etwas aus, sei es nun Dummheit, Glaube, Macht oder einfach nur Feuer.
Update: Ein Tag später.
"Die Regierung beschuldigte Terroristen, einige Brände gelegt zu haben."
via orf.at
via derstandard.at
Auf diese Zitate lässt sich auch die Aufzählung bzgl. Ausstrahlung obigen Bildes anwenden...
Und wie so oft: Die Ausnahmesituation (wie das Wort schon sagt) soll nicht als Anlass dienen, die Regeln für den Normalfall auszuhebeln. In diesem Zusammenhang empfehle ich das Studium der ursprünglichen Bedeutung von Diktatur (<del>wo wir eh gerade bei Griechenland sind</del> die Römer warens (gefährliches Halbwissen)).
AWN says Hotaru no haka will get a live-action remake.
This was new to me: Google's Search is trying to decipher acronyms.
Look here for a search on SGI.
Stolpere neuerdings öfter in nicht unbedingt zusammenhängenden (bzgl. Ort, Zeit, Niveau, Beteiligte) Diskussionen auf den Themenkreis Medien-Gewalt-Bildung. Mehr folgt (vielleicht (wie vieles)).
Update: Bin in dem Zusammenhang wieder über ErichRibolits gestolpert.
Die Bedeutung Hildegards von Bingens lässt sich schlecht in einzelne Kategorien zwängen, da sich das Weltbild seit der Aufklärung stark verändert hat. In ihrer Zeit waren bedeutende Personen Universalgelehrte.
Interdisziplinäres Wirken, oder wie ein guter Freund es zu nennen pflegt: Ein gewisses Maß an Dilettantentum.
Helge liebt ARTEs "Mit offenen Karten" und meint: Nur schade, dass es keinen RSS-Feed zur Suche gibt.
Mit Dapper geht's (Update: mit Video-Embedding): http://metaportaldermedienpolemik.net/youtube_mit-offenen-karten.php
Siehe auch mein Post von voriger Woche (YouTube Favorites RSS Feed).
"Gastkommentare auf dieser Seite geben nicht die Meinung der Redaktion, sondern des Verfassers wieder". --derStandard.at
RhizomeNavigation SteveJobs keynote TextMining tagcoud infovis relational BillGates processing.org
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Using the transcripts of Bill Gates' keynote from CES 2007 and Steve Jobs' keynote at Macworld 2007 (via Todd Bishop's Microsoft Blog) I created this relational tagcloud using Rhizome Navigation.
This tagcloud joins the words from both keynotes and reveals which words both texts have in common and which not. You can see that mostly non-technical, emotional terms dominate the center (which both texts share).
It's up to you to guess which colors represent the speakers.
If you have suggestions for other text comparisons please post a comment.
Update: Posted an processing applet which shows the layout algorithm in action.
Ok, I'm in. Was man nicht alles tut...
Reminds me of Flickr-Comment-Games. Read Michael's post if you want to know what it's all about.
Join the game: Link to this post and add my blog to your Technorati favorites. If I like your blog, I'll do my part (I invented this rule).
Update #1: Create your own Youtube Favorites RSS feed with embedded videos
Update #2: ProgrammableWeb features Youtube Favorites RSS feed mashup
I like Dapper. It's a service which let's you extract data from existing web pages and transform it to various formats. What makes this so great? It enables you to create your very own RSS-Feeds from web pages which do not offer them by themselves.
For example YouTube offers several feeds, but not for your favorited movies. However, Dapper is able to do that: Look here - an RSS-Feed of my favorite YouTube movies. Unfortunately the feed just provides the movie's thumbnails and doesn't embed the movies by themselves.
This is where Dapper's SDK comes in. It let's you access the data of your dapps with your own scripts. So, finally, here it is: An RSS-Feed of my favorite Youtube movies with embedded clips.
If you want to have your own RSS-Feed of your favorite YouTube Videos just use the following URL
http://www.metaportaldermedienpolemik.net/youtube_favorites.php?user=
and add your YouTube user name after user=.
I added my feed to my soup, that way I don't have to post videos via its bookmarklet - I just have to hit the Save-Button on the YouTube-page.
Zugegeben, ich bin etwas spät dran: Bin gerade Wallander-süchtig. Drei Romane in einer Woche.
Ein Zitat mit Quellenangabe auf einem der Buchrücken ließ mich schmunzeln.
"In diesem raffinierten Thriller stimmt einfach alles." -Brigitte
Kann ich noch nicht bestätigen, bin noch nicht fertig. Aber wer vertraut nicht dem Urteil des Urgesteins der deutschen Frauenzeitschriften (einer Frauenzeitschrift, in der es übrigens etwas namens Dossier gibt)?
Habe mich übrigens unbewusst dazu entschlossen, die Serie in umgekehrter Reihenfolge zu lesen. Hat seine Vorteile. Und Nachteile. Würde ich auf Rankings stehen, landete Hunde von Riga knapp vor Mittsommermord. Wäre Wallander nicht übergewichtig, zuckerkrank, kaffeesüchtig und unbewaffnet, könnte die Hunde-Story glatt als Vorlage für einen Bond durchgehen. Spannend die Querverweise zum größeren Ganzen, die gibt es zwar in den anderen Geschichten auch, sie gehen aber unter.
Owner: Walter Last edited on August 22, 2007 0:14 by Walter / Views: 4971




