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archive/October 2009  <

edited by Walter Rafelsberger

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unibrennt querlesen

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Spannend, die Audimax-Besetzung. Nach einigen Tagen des Beobachtens reifen in mir die ersten polemischen Gedanken.

In der Geschichte des studentischen Protests ist das Audimax ja schön aufgeladen. Früher hat sich der Protest allerdings anders artikuliert. Gegen eine heuchlerische, biedere Elite half irgendwann nur mehr: Ausziehen und Reinscheissen. Wenn sich Günter Brus im Audimax auszieht, ist das auch eine Form von Transparenz. In dem Fall auch gegen ein Nachkriegsestablishment, das sich vor allem im Zudecken auszeichnet. Transparenz heute stellt den Protestkörper 24/7 im Netz aus.

Die reine Provokation würde der ebensolchen heute nicht weniger heuchlerischen und biederen Elite nur ungewollt in die Hände spielen: Nämlich bei der stattfindenden professionell aufgezogenen Denunzierung des politischen Gegners. Dieser Kunstgriff erlaubt es, sich gekonnt der inhaltlichen Debatte zu entziehen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Lächerlich machen (twitternder Party-Flashmob) oder in ein gefährliches Eck stellen (bis zum Terrorismus). Grundsätzlich geht es um die Opposition zweier Denkmuster. Graswurzelansatz und hierarchische Ordnung. Organloser Körper und Staatsapparat. Nomaden und Bauern. Tipi und Haus.

Die Besetzung des Audimax ist ein Zeiger, eine Bruchstelle. Das Live-Streaming reisst eine Wunde in den medialen Apparat, weil es keine eisensteinsche Inszenierung zulässt. Während sich das Mordor-Auge der medialen Aufmerksamkeit bei Kathrina oder Pariser Vorstadtunruhen verschähmt abwendet, sobald der Blick auf die erhabene Katastrophe selbst (die Verwüstung, das brennende Auto) den schon vorher existenten sozialen Wahnsinn erhascht, wird das Audimax selbst zum Sender. Natürlich kann wer will auch das leicht ins Lächerliche ziehen: Die zeitweilige Banalität gegenüber der redaktionellen Auswahl. Das scheinbar Amateurhafte gegenüber dem Sendeprofi.

Mehr gedankliche Inspiration findet der geneigte Leser wie so oft in den Tausend Plateaus.
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rhizome uni

Die Herren Deleuze und Guattari hätte wohl ihre Freude: There is just no way to decapitate a network.

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leider nichts mit netidee

Anfang August habe ich einen Antrag auf Förderung bei netidee gestellt. Gestern wurde mir leider mitgeteilt, dass mein Antrag abgelehnt wurde. Die Jury hat das Projekt "nach intensiver Prüfung und Beratung nur durchschnittlich bewertet".

Da mir so Zeit und Mittel fehlen, das Projekt im Moment umzusetzen, veröffentliche ich das eingereichte Konzept mit einer Creative-Commons-Lizenz.

Hier geht's zum Hanuman Projekt.

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mapping your facebook friends

FriendMap is a little Facebook application which plots your Facebook contacts on a world map using OpenLayers and GeoNames.




Owner: Walter Last edited on October 2, 2009 13:54 by Walter / Views: 537


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Add your very own polemic.








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