Via Flo:

die vernetzten und assoziativen systeme scheinen fett im kommen zu sein, jedenfalls kann man online einiges finden. lustiger weise spielt sich dabei viel im dt. sprachraum ab. all die systeme haben für mich jedoch noch das problem, daß sie sehr schwer zu begreifen sind. sich jeweils einen überblick zu verschaffen dauert ewigkeiten - natürlich ist das relativ gemeint zu anderen tools usw.- so geht leider auch viel der funktionalität und der möglichkeit verloren die ein solches system bieten könnte. die frustrations schwelle liegt hier galube ich nicht sehr hoch. interessant wäre ein system das sich erweitert mit dem können des users. wobei dies natürlich ohnehin der fall ist, da das system mit zunehmender kenntnis natürlich auch besser genutzt werden kann.

ein anderes problem ist die erklärung eines solchen systems. wie du neulich richtig gesagt hast walter wissen die meisten nicht was tun mit einem solchen system und je komplexer ein solches system ist desto mehr trifft diese aussage wohl zu.

Genau das ist eh der Wiki-Ansatz. Simpler geht's eigentlich gar nicht. Wiki reduziert total, lässt aber alles offen.


untenstehend mal ein paar links zum thema: http://www.langreiter.com/

kann man bei sich am rechner lokal installieren un somit lokal mit einem solchen vernetzten system arbeiten: http://www.langreiter.com/space/Vanilla

Lokal installieren kann man eh alles. schade ist es ja gerade, dass man zwischen seinem lokalen und einem (speicher)platz im netz überhaupt unterscheiden muss. Vanilla schaut recht gut aus (ist aber nicht PHP, das ist mir schon wichtig, denn auf was ganz neues kann ich mich derzeit nicht einlassen).

Nic-las (evtl.Luhmann) greifen auch direkt den rhizom gedanken auf bzw. die systemtheorie! http://www.nic-las.com/stalker/show.asp

Le Sofa Blogger http://arrog.antville.org/


Sind nicht uninteressante Seiten. Sind alle recht wiki. Aber: Per Knopfdurck wurden die alle auch nicht erstellt. Und: Das mit dem Begreifen. Da bin ich der Meinung, dass das eventuelle Unvermögen, mit so einem System umzugehen, mit der allgemeinen Nutzung des Netzes zu tun hat. Du willst mir ja nicht weiß machen wollen, dass du z.b. HTML für schwer erlernbar hältst. Wiki greift an und für sich das Prinzip des Hypertextes selbst auf. Ich glaube nicht, dass es etwas gibt, das jemand von Haus aus versteht. Alles muss man erst lernen. Hypertext genauso. Oder Wiki. Ob das dann etwas bringt oder wert ist, ist eine andere Frage.-- [Walter]

Natürlich haben wir es im prinzip nicht mit mehr als hypertext zu tun. die frage ist wie sich der hypertext strukturiert. das ist ja genau der ansatz den delleuze und guttari beschreiben. verfolgt man eine baum struktur oder eben die eines rhizoms. bisher haben wir es ja meist mit baum-strukturen zu tun und wir denken ja auch meist so - wobei: das denken selber, in unseren köpfen wohl eher rizomorph von statten geht - d.h. erst wenn wir dem denken eine sprachliche oder sonstige form geben also die vorgänge in unseren köpfen anderen vermitteln wollen oder für uns selber auf einen punkt bringen beginnen wir eben zu strukurieren. dieses sich lösen von diesen strukuren ist - so denke ich - kein einfacher prozess. deshalb fühlt sich das wort begreifen für mich in diesem zusammenhang so gut an. den baum haben wir gelernt zu denken und zu begreifen, wie steht es aber um das rhizom? Das man solche Dinge lernen muß ist ganz klar. Was ich sagen wollte ist, daß die Bereitschaft solch grundlegende Dinge zu lernen aber heute oft nicht mehr gegeben ist. Ein gutes Beispiel wäre hier das Iaido (kunst des schwert ziehens), im prinzip die simpelste sache der welt: reduzierte, effiziente bewegungen ... aber genau darin liegt die schwierigkeit, genau dies gilt es zu lernen und das ist "ur" mühsam.-- DocMorris

Zum Knopfdruck: das ist ja eh klar, daß das so einfach nicht geht.

so und jetzt muss ich mich mit meinem zimmer vernetzen das schaut nämlich aus wie sau! lG Doc


Auf Teleopolis unter http://www.heise.de/tp/deutsch/html/result.xhtml?url=/tp/deutsch/inhalt/on/12825/1.html&words=Weblogs bin ich auf den Artikel "Jeder ist Chefredakteur" von Marcus Hammerschmitt gestossen. Nicht besonders tiefgründig der Text aber er bietet einen guten Überblick oder zumindest einen ersten Eindruck.

Ein anderer Text zum Thema auch auf Teleopolis unter http://www.heise.de/tp/deutsch/html/result.xhtml?url=/tp/deutsch/inhalt/on/12977/1.html&words=Weblogs zu finden ist "Mit Weblogs aus der Krise" von Janko Röttgers. Beleuchtet kurz und auch nur sehr oberflächlich die kommerzielle Seite der Bewegung. Gibt aber evtl. einen guten Eidruck in welche Richtung sich das Ganze bewegen könnte.

Ein absolutes Muss ist aber der Teleopolis Artikel "Das Web, wie es hätte sein sollen" http://www.heise.de/tp/deutsch/html/result.xhtml?url=/tp/deutsch/inhalt/te/11585/2.html&words=Wiki. Hier wird genau das thematisiert was wir hier besprechen.

Im Artikel wird auch von http://www.wikipedia.org/ gesprochen, das man sich auch mal anschauen sollte, beeindruckend ob seines Umfangs.

so das wärs dann soweit von mir lG DocMorris